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Glossar
Im Buddhismus gibt es eine Vielzahl von Begriffen, die oft missverständlich verstanden und verwendet werden, da sie in anderen Religionen in einer anderen Art und Weise bzw. einem anderen Sinn, Verwendung finden. Um Ihnen einen ersten Geschmack mit diesen unterschiedlichen Begriffen zu geben, haben wir hier die wichtigsten für Sie zusammengefaßt dargestellt.
Klicken Sie auf einen der Begriffe um die Erklärungen zu lesen. Sollten Sie Fragen zu einem Begriff haben, der hier nicht erklärt ist, dann kontaktieren Sie uns doch einfach unter info@buddhismus-schweinfurt.de
Die Erklärungen stammen aus der hervoragenden Zeitschrift "Buddhismus Heute". Mehr Informationen zu dieser Zeitschrift finden Sie auch unter Buddhismus-Heute. Folgende Begriffe werden an dieser Stelle erklärt:
Wer ist Buddha | Was lehrt Buddha | Karmapa | Karma Kagyü | Karma | Befreiung und Erleuchtung | Meditation | Buddhistische Tradition | Wie wird man Buddhist | Was kostet mich das?
buddha
Buddha wurde vor etwa 2500 Jahren in Nordindien geboren. Nach langer Suche erkannte er in tiefer Meditation das Wesen des Geistes und wurde erleuchtet. Danach lehrte Buddha 45 Jahre lang in der damaligen nordindischen Hochkultur. Der Buddhismus ist Hauptreligion in mehreren ostasiatischen Ländern und spricht selbständige Menschen an. Buddhas Einsichten überzeugen und begeistern seit den siebziger Jahren eine wachsende Zahl von Westlern
lehre
Buddha erklärt hautnah und lebensbezogen, was letztendlich wirklich und was bedingt ist. Dieses Verständnis ermöglicht das Erleben dauerhaften Glücks. Der Buddhismus kennt keine Dogmen und erlaubt, alles in Frage zu stellen. Durch geeignete Meditationen wird das Verständnis zur eigenen Erfahrung. Zusätzliche Mittel festigen die erreichten Bewußtseinsebenen. Das Ziel von Buddhas Lehre ist die volle Entwicklung der innewohnenenden Möglichkeiten von Körper, Rede und Geist.
karmapa
Gyalwa Karmapa gilt als erster bewußt wiedergeborener Lama Tibets. Nach seiner vollen Verwirklichung stand er bereits Buddha Shakyamuni vor 2500 Jahren als "Liebevollen Augen" (tib. Chenrezig) zur Seite. Nach mehreren bedeutenden Leben als Verwirklicher (Yogi) in Indien wählte er all seine späteren Wiedergeburten nördlich des Himalayas.
Der 16. Karmapa, der Tibet 1959 aufgrund der chinesischen Zerstörung seines Landes verlassen mußte, sicherte das Weiterbestehen der Karma-Kagyü-Linie. Mit Hilfe seiner westlichen Schüler brachte er das Wissen um die Natur des Geistes in die moderne Welt.
Der jetzige 17. Karmapa Thaye Dorje konnte mit elf Jahren im Frühling 1994 aus dem unterdrückten Tibet in die Freiheit nach Indien gelangen. Mehr über die Karmapas erfahren Sie unter www.karmapa.com
karma kagyü
Die Karma Kagyü Linie ist eine der großen buddhistischen Schulen des Diamantwegs. Als Linie der direkten mündlichen Überlieferung legt sie besonderen Wert auf Meditation und die unmittelbare Verwirklichung der Natur des Geistes durch die Übertragung des Lehrers. Die Karma Kagyü Linie findet ihren Ursprung beim historischen Buddha und entwickelte sich zu einem praktischen Erleuchtungsweg in Indien und Tibet.
Vor 1000 Jahren gestalteten bedeutende Mahasiddhas wie Naropa und Maitripa sowie die bekannten Verwirklicher (Yogis) Marpa und Milarepa die Linie als eine lebensnahe Laienbewegung. Gampopa entwickelte kurz danach sein Klosterwesen. Seit dem 12. Jahrhundert hat die ununterbrochene Reihe der Karmapa-Wiedergeburten die Linie lebendig und kraftvoll gehalten. Heute geben buddhistische Lehrer wie Künzig Shamarpa, Lama Jigme Rinpoche und Khenpo Chödrak die östliche Übertragung weiter. Sie unterstützen die Arbeit in den neuen, westlich geprägten Zentren rund um die Welt.
karma
Karma bedeutet "Ursache und Wirkung", nicht Schicksal. Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich. Dieses Verständnis ermöglicht den bewußten Aufbau von Eindrücken, die zu Glück führen und künftiges Leid vermeiden. Noch nicht reif gewordenes nützliches Karma läßt sich mit den geschickten Mitteln des Diamantwegs verstärken, schädliches abbauen.
befreiung und erleuchtung
Befreiung bedeutet die Erkenntnis, dass Körper, Gedanken und Gefühle in ständiger Veränderung sind und deswegen kein wirkliches "Ich" bilden können. Dadurch erlebt man sich nicht mehr als Zielscheibe, der Ursache allen Leidens.
Erleuchtung ist der weitere, letztendliche Schritt. Hier strahlt das klare Licht des Geistes durch jede Erfahrung. Es besteht keine Trennung mehr zwischen Erleber. Erlebtem und Erlebnis. Der Geist genießt jeden Augenblick seine selbstentstandene Fähigkeiten und ist in allem mühelos und spontan.
meditation
Meditation bedeutet im Buddhismus "müheloses Verweilen in dem, was ist". Dieser Zustand wird durch Beruhigen und Einsgerichtetheit des Geistes oder durch die Arbeit mit inneren Energien und Lichtformen verwirklicht. Am wirksamsten ist jedoch die ständige Identifikation mit der eigenen Buddhanatur, und zwar nicht nur während, sondern auch außerhalb der Meditationssitzungen, wie es im Diamantweg gelehrt wird.
buddhistische traditionen
Buddha gab Belehrungen für drei verschiedene Arten von Menschen. Wer vor allem Leid vermeiden wollte, bekam Auskunft über Ursache und Wirkung (skt. »Theravada«). Wer mehr für andere tun wollte, hörte Belehrungen über Mitgefühl und Weisheit (»Großer Weg«, skt. »Mahayana«). Wenn die Leute starkes Vertrauen in ihre eigene Buddhanatur hatten, lehrte er den »Diamantweg« (skt. »Vajrayana«). Dabei zeigte sich Buddha in hologramm-ähnlichen Formen oder vermittelte seine erleuchtete Sicht von der Natur des Geistes, das »Große Siegel« (skt. »Mahamudra«).
Im Diamantweg lernt man, die Welt aus einer reichen und selbstbefreienden Sicht heraus zu erfahren und durch seine Übungen tiefen inneren Reichtum zu entwickeln. Ungekünstelt und unerschütterlich wird man die erleuchtete Tatkraft des Geistes entfalten.
wie wird man buddhist
Buddhist zu sein, ist vor allem eine Frage der persönlichen Lebensanschauung. Jeder entscheidet selbst, ob und in welchem Umfang er Buddhas Lehre in sein Leben bringen möchte. Möglich ist dies auf drei Ebenen:
Wer formell Buddhist werden möchte, beschließt in einem kurzen Zeremoniell, sich der Natur des eigenen Geistes zu öffnen, die unzerstörbar und zeitlos ist und ein unbegrenztes Potenzial positiver Qualitäten beinhaltet. Dabei nimmt man „Zuflucht“ zu den sogenannten drei Juwelen:
zum Ziel - Buddha, zum Dharma - der Lehre, also dem Weg dorthin und zur Sangha - der Gemeinschaft der Praktizierenden, z.B. durch den Anschluss an eine buddhistische Gruppe.
Mit Zuflucht ist die Erkenntnis gemeint, dass Erlebnisse, Gefühle und Ideen ständig in Veränderung und damit vergänglich sind. Damit können sie zwar schöne Glückszustände bieten - die man durchaus genießen sollte - aber kein wirklich dauerhaftes Glück. Dieses lässt sich nur im eigenen Geist finden. Die drei Juwelen helfen einem auf dem Weg dorthin. Das Zufluchtszeremoniell nimmt man bei einem Lehrer einer buddhistischen Schule, von denen in Deutschland mittlerweile mehrere hundert vertreten sind - in manchen Großstädten kann man aus bis zu 30 Gruppen wählen.
Bei der Auswahl sollte man offen, aber kritisch sein - und sich vor allem dadurch ein eigenes Urteil bilden, indem man Kontakt zu verschiedenen Gruppen aufnimmt. Auch innerhalb ein und derselben buddhistischen Richtung betonen verschiedene Schulen verschiedene Gesichtspunkte von Buddhas Lehre und ziehen dadurch Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten an. Insbesondere im Vajrayana/Diamantweg und im Zen sollte man den Lehrer zunächst in Ruhe und sorgfältig prüfen, damit sich später ein vertrauensvolles Verhältnis auf solider Basis entwickeln kann.
was kostet mich das?
Der Zugang zu Buddhas Lehre ist in den meisten buddhistischen Schulen kostenlos. In den Karma-Kagyü-Zentren des BDD e.V. werden grundsätzlich alle Meditationen, die Einführungsvorträge und viele weitere Vorträge kostenlos angeboten. Vorträge und Seminare von Lehrern aus anderen Städten und öffentliche Veranstaltungen in größerem Rahmen (z.B. in gemieteten Räumen) kosten zwischen 5 und 10 Euro, um die Ausgaben finanzieren zu können.Grundsätzlich erwirtschaften die Zentren die Kosten für Mieten, Betrieb und Infomaterial über Spenden und Vereinsbeiträge. Die Mitgliedschaft im jeweiligen örtlichen Regionalverein liegt je nach Zentrum zwischen 7,50 und 15 € im Monat. Vereinsmitglied zu sein, ist aber auch auf Dauer nicht zum Besuch der Veranstaltungen erforderlich und völlig freiwillig. Die Mitglieder haben Anspruch auf einen jährlichen Geschäftsbericht. Die niedrigen Preise sind möglich, weil praktisch alle Aktivitäten in den Zentren und in den Vereinen auf der Basis ehrenamtlicher Tätigkeit erbracht werden.

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Infos unter
09727 5563 oder per eMail
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Buchtipps
"Tod und Wiedergeburt" - Eine sehr gute Übersicht über die buddhistische Weisheiten zu diesem Themenkomplex.
"Der Buddha und die Liebe" - Mit der Weisheit des Diamantweg - Buddhismus eine erfüllte Partnerschaft leben.
"Wie die Dinge sind" ist mehr als ein buddhistisches Lehrbuch. Es handelt sich hier um eine lebendige Übertragung der tiefen Weisheit Buddhas.
Termine
Meditation Donnerstags gibt es ab 19.30 Uhr Zeit für Fragen und Antworten; ab 20.00 Uhr findet dann die gemeinsame Meditation statt. Vorabinfos gibt Ihnen Curd unter 09727 5563.
Programm Das Programm für Bayern finden sie hier als PDF-Datei. Termine für Schweinfurt bzw. ganz Bayern finden Sie unter Bayerntermine!
KurzvorträgeAuf YouTube erklärt Lama Ole Nydahl kurz und prägnant wichtige Apsekte des Diamantweg-Buddhismus.
Letzte Neuigkeiten
Termine Aktuelle Termine für Schweinfurt finden Sie unter Terminübersicht!
Fragen Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns! Alles wichtige unter Kontaktmöglichkeiten.
Antworten auf bestimmte Fragen kriegen Sie auch online. Schauen Sie doch mal auf der Website von Lama Ole Nydahl unter Fragen und Antworten nach.
